3.4.2018 Bienvenidos  a Guatemala + Tikal

Der Grenzübertritt von Belize nach Guatemala war äußerst problemlos, und so waren wir nach dem morgentlichen Besuch in Xunantunich schon am frühen Nachmittag in Tikal auf dem Campground. Durch die fehlende Lichtemmission gab es einen fantastischen Sternenhimmel, und die Temperaturen fielen im Dschungel von 36° tagsüber auf sehr angenehme 14° am nächsten Morgen.

Um 5:30 hatten wir uns den Wecker gestellt, damit wir mit der Öffnung der Ruinenanlage um 6:00 Uhr gleich mit zu den ersten zählten. Eine sehr gute Entscheidung, denn um 7:30 Uhr war das erste T-Shirt schon durchgeschitzt.....

Es waren anfangs vieleicht 50-70 Besucher auf der riesigen Fläche verteilt, so dass wir zeitweise die Plattform der größten Pyramide ganz für uns allein hatten und den Sonnenaufgang über dem Dschungel ganz in Ruhe genießen konnten.

Dutzende von Papageien und Tukane schwirrten noch durch die kühle Morgenluft in den Baumkronen. Mehrere Trupps von Brüllaffen zogen noch lärmend durch die Bäume zwischen den Ruinen, die sich langsam aus dem Dunst erhoben.

Keine Maja-Ruine, die wir in den letzten Wochen besucht haben, kann sich größenmäßig mit Tikal messen, denn in den knapp 4 Stunden müssen wir gute 5 km durch den Dschungel gewandert und auf diverse Pyramiden gestiegen sein.

Als wir um kurz vor 10:00 Uhr bei schon über 30° C den Eingang wieder erreichen, sind die natürlichen Bewohner schon längst verstummt, denn es kommen uns schon zig Busladungen an lärmenden Touristen entgegen, und wir erfrischen uns erst einmal vor der Weiterfahrt nach Flores unter der Dusche.

Flores, ca. 65km von Tikal entfernt, die Stadt im See, einst die letzte Maya Stadt, in die sich Mayas vor den spanischen Eroberern zurückgezogen hatten, bevor sie 1697 dann doch erobert wurde, ist heute Ausgangspunkt für viele Tikalbesucher und für uns Zwischenstopp auf dem Weg gen Westen nach Rio Dulce und dann zum Lake Attilan.


09.4.4.'18 Castillo San Felipe in Rio Dulce

Von Flores aus hieß es dann erst einmal wieder für zwei Tage kräftig Kilometer zurücklegen, mit einem Stopp in Rio Dulce und dem Besuch des Castillo San Felipe einem kleinem restauriertem Fort aus dem Jahr 1651.

Übernachten konnten wir aus ausnahmsweise mal in einer richtigen Marina, zwischen lauter großen Yachten aus aller Welt, die dort an Land zwischengelagert waren.

 


5.+6.4.'18 Guatemala City – Neue Kupplung in der Cabana Suiza

Guatamala City wollten wir eigentlich so schnell wie möglich durchfahren und uns nicht weiter mit diesem Moloch beschäftigen, aber schon den ganzen Tag machte unser treuer Bus „komische“ Geräusche. Als wir die Stadt schon fast durchquert hatten und gerade die Berge die in Richtung Antigua in Angriff nehmen wollten, streikte die Kupplung plötzlich. Im ersten Gang ging es noch ein paar hundert Meter bis zu einer kleinen Werkstatt aber deren Diagnose war schnell gestellt – El Clutch / die Kupplung. Der einzige Service, den man uns noch zuteil werden lassen konnte, da die Dunkelheit hereinbrach, war einen Abschleppwagen zu rufen. Huckepack ließen wir uns dann den Berg hoch zur Cabana Suiza bringen, eine Hotelanlage, die einst von einem Schweizer im Alpenstil in die Hochlagen Guatemalas gebaut wurde und heute von seiner Enkelgeneration weitergeführt wird. Zur Anlage gehört eine große Wiese, auf der schon seit Jahren Overlander mit ihren Mobilen, so wie wir, gern gesehene Gäste sind (die Übernachtung ist umsonst). Als es im Gespräch mit dem Fahrer des Abschleppwagens darum geht, zu welcher Werkstatt er uns am nächsten Morgen hinbringen soll, schlägt er uns einen sehr guten Mechaniker seines Vertrauens vor, der sich den Schaden auch direkt vor Ort anschauen kann. Nach einem kurzem Telefonat ist alles geklärt und er soll am nächsten Morgen um 10:00 Uhr  da sein. Am nächsten Morgen, es ist gerade erst 9:00 Uhr und wir wollen uns gerade im Restaurant mit einem original schweizer Frühstück (mit Röstis) für den Tag stärken, bekommen wir die Nachricht, dass der Mechaniker schon da sei..... Nach einer kurzen Erläuterung liegt er auch schon auf der Wiese unter unserem Bus und auch seine Diagnose ist niederschmetternd – aber wie er sagt „no problema“ …Eine gute Stunde später hat er auch schon gefühlt das halbe Womo ausgebaut und zeigt uns die völlig abgenutzten einzelnen Bauteile unserer Kupplung. Zusammen steigen wir in sein Auto, und es geht zurück nach Downtown in die Strasse der Autoersatzteile zu „ Clutches de Guatemala“. Da kein Autobauer heute mehr nur noch Teile aus der der eigenen Produktion verbaut, stürzen sich die Mitarbeiter in ihre Kataloge, vermessen und vergleichen und nach mehreren Stunden Suchens verlassen wir endlich mit den baugleichen Teilen wieder den Laden (die Kupplung findet sich auch in einem Mazda wieder und ein kleines aber sehr wichtiges Plastikteil findet bei VW Verwendung …. ) Es dunkelt schon, als wir ihm beim Schein unserer Taschenlanpen helfen, die letzten Schrauben anzuziehen und kurz darauf auf der Wiese ein paar Proberunden drehen. Die ganze Schnell-Reparatur mit Abschleppen, Mechaniker und den Teilen kostete uns knapp 500,-€.

 


7.4. Durch die Berge und entlang der Vulkane  zur alten Kolonialhauptstadt Antigua


8.-11.4. Wiedersehen nach 5 Wochen mit Maria aus NY am Vulkansee Lago Attilan

Nach inzwischen über 33.000km verlassen wir nach 3 Tagen Pause heute schon wieder den 1520m hoch gelegenen Vulkankratersee Lago Atitlan --- Anscheinend rückt das Ende der Trockenzeit langsam näher, denn die berühmten Vulkane haben sich in den letzten Tagen meistens in dicke Wolken gehüllt und gestern Abend hatten wir dann auch unser erstes Gewitter seit letzten Oktober in Kentucky.......

Was besonders schön war, dass wir die Amerikanerin Maria, die wir in San Cristobal kennengelernt hatten, hier wieder getroffen haben.


11.4. Fuente Georginas – heiße Thermalquellen im Nebel am Vulkan


12. - 15.4. Tak'Alik Ab'Aj Olmeken Ruinen zwischen Dschungel und Kaffeplantage , Olmeken Statuen in La Democratia und öffentliches Bad in Anda Mira